Ruhrpott Mini IG November 2017
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Die Interessengemeinschaft im Ruhrgebiet für den Mini bis Baujahr 2000

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John Cooper Cooperation

"Geistreich"

BildBilder, die von der Wand fallen, oder Geister, die durch Hotelzimmer spuken - in Royal Borough (königliche Gemeinde) of Kingston, einem alt-ehrwürdigen Stadtbezirk von London gehen diese spannenden Geschichten nicht aus. Eine ganz besondere und nicht nur für Mini-Enthusiasten spannende und wahre Geschichte begann in Kingston allerdings am 17. Juli 1923, denn da wurde dort der legendäre John Cooper geboren.

Im Alter von 15 Jahren erlernte John Cooper zunächst den Beruf des Werkzeugmachers. Bevor John in die Firma seines Vaters eintrat, "arbeitete" er während des Zweiten Weltkrieges als Service-Mechaniker bei der Royal Airforce. Der Vater von John Cooper betrieb in der Ewell Road in Surbiton (Vorort von London) eine kleine Autowerkstatt und hatte sich bereits als Rennwagenmechaniker einen Namen gemacht. So war es für den ebenfalls "Rennsportbegeisterten" John naheliegend, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. In der "500 Kubik-Klasse" entstand somit ein kettenangetriebenes Fahrzeug mit Heckmotor (ein Einzylinder JAP-Motor der Motorradfabrik John Alfred Prestwich aus dem englischen Tottenham, der später durch einen leistungsstärkeren Norton-Manx-Motor ersetzt wurde). Mit diesem Auto waren John Cooper und sein Vater Charles sehr erfolgreich. In der Folge gründeten "Vater und Sohn" 1947 die Cooper Car Company, eine Firma, die in den fünfziger Jahren zum führenden "Rennfahrzeugbauer" aufstieg.



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"Meisterhaft"
Nachdem John auch selbst als Rennfahrer großen Erfolg hatte, gewann er mit seinem Renn-Team als erster britischer "Rennstall" zweimal die Formel 1 in der Konstrukteurswertung. Und damit nicht genug: Jack Brabham wurde mit dem von Cooper entwickelten Coventry Climax T51 in den Jahren 1959 und 1960 Formel-1-Weltmeister (Coventry Climax war eine vom ehemaligen Daimler Mitarbeiter H. Pulham Lee gegründete Firma, die sich auf den Motorenbau spezialisierte). Übrigens das erste "Weltmeisterauto" mit Mittelmotor - diese Bauweise hatte sich als die überlegene Konstruktion erwiesen. Cooper war darüber hinaus auch der erste englische Markenweltmeister in der Geschichte der Formel 1.



"Gestreift"

BildAuf den Mini "stieß" John Cooper bereits von Anfang an, denn bei den Brighton Speed Trials 1946 hatte er Alec Issigonis kennen gelernt.
Gerne besuchte Cooper von Zeit zu Zeit das BMC-Team von Alec Issigonis, um seinen enormen Sachverstand bei der „Mini-Entwicklung” einzubringen. Im Jahr 1959 knüpfte John Cooper erneut Kontakte zu Issigonis, da er BMC-Motoren in der Formel Junior einsetzen wollte. In der Folge war er in die Entwicklung einer Sportversion des Mini eingebunden, als er George Harriman - inzwischen Chef der British Motor Corporation - für ein solches Ziel gewinnen konnte. Nach anfänglicher „Skepsis” war auch Alec Issigonis von einem solchen Vorhaben überzeugt.
Und "cooperativ" wie er war, verpasste John dem Mini mehr Leistung, ein verbessertes Getriebe und Scheibenbremsen. So entstand der Mini-Cooper. Mit Rallye-Erfolgen in Monte Carlo von 1964-67 schrieb der Mini-Cooper dann Motorsportgeschichte.

BildKaum jemand hat noch Kenntnis von der Bedeutung der "weißen Streifen" auf der Motorhaube des beliebten Mini Coopers - waren sie doch das berühmte Merkmal der einstigen Cooper- Rennwagen.

Am Weihnachtsabend, dem 24. Dezember 2000 ist John Newton Cooper in Worthing (West Sussex) im Alter von 77 Jahren gestorben.

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Letzte Änderung am 21.6.2011, 17:59 von Dietmar
Autoren: Dietmar, Pouraga
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