Ruhrpott Mini IG Dezember 2018
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Die Interessengemeinschaft im Ruhrgebiet für den Mini bis Baujahr 2000

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Mini Varianten Der MINI und seine engsten Verwandten


The First Bild
Die ersten „Produktions-Mini” sollen im April und Mai 1959 per Hand im British Motor Corporation (BMC) Werk in Longbridge entstanden sein - und Albert Green (Vorarbeiter im Austin-Stammwerk) montierte im Zuge der Produktionsvorbereitung eine Minikarosserie in nur 7 Stunden. Begonnen hatte es nach neusten Erkenntnissen mit einem Austin Mini Seven mit der Chassisnummer 101 - erbaut am 3. April 1959. Die anfängliche Produktion gestaltete sich im Einzelnen wie folgt:
Austin 101 und 102 erbaut am 3. April 1959, Austin 103 und 104 erbaut am 4. Mai 1959 sowie Austin 105 erbaut am 5. Mai 1959.
Morris 101, 102, 103, 105, 106, 107, 108, 110, 111 und 112, erbaut am 8. Mai 1959.

Somit ging es Schritt für Schritt auf die Serienfertigung des Mini zu. Als erster - auf der Fertigungsstraße gebauter - „Serien-Mini” gilt allerdings (offiziell) der Morris Mini Minor mit der Registriernummer 621 AOK und der Chassisnummer 101 (eigentlich der sechste „Produktions-Mini”, entstanden in Cowley). Und das dies so ist, geht möglicherweise auf einen Public Relations-„Fehler” im Jahr 1965 zurück. Denn „101/621” wurde seinerzeit für Pressefotos verwandt.

Natürlich konnte damals keiner erahnen, dass der Mini in seiner elementaren Grundform 41 Jahre gebaut werden sollte. Und in diesen „gut” vier Jahrzehnten kam es zu einer interessanten Entwicklung mit zahlreichen „Ausbaustufen”, die zu einer ebenso interessanten Differenzierung der Modelle Mark I bis VII führten. Vorgestellt wurde der Mini der automobilen Fachpresse auf dem Erprobungsgelände der britischen Armee in Surrey im August 1959 und im Oktober 1959 auf der Londoner Automobilshow. In der Bundesrepublik Deutschland wurde der „Mini” im September 1959 auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main zum ersten Mal präsentiert.

Film ab:



The Last
Das Ende einer Ära: Ebenfalls in Longbridge rollte am 04.Oktober 2000 der letzte „Mini-Classic” mit der Nummer 5 387 862 vom Band. Unter den Klängen der Filmmusik von "Charlie staubt Millionen ab" (The Italian Job) steuerte das britische Pop-Idol Lulu einen roten Mini aus der "Fertigungsstraße" - und die ganze Welt „Shout”e zu! Somit hieß es nicht nur für die vielen Mini-Classik Enthusiasten: It's all „Rover” now …

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Film ab:



The Family

Austin Seven und Morris MINI Minor

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Mit den „Parallel-Modellen” Austin Seven und Morris MINI Minor (1962 wurden die Modelle Austin Mini bzw. Morris Mini genannt und ab 1969 führte man die allgemeine Bezeichnung „MINI” ein) wurde die „Mini-Familie” gegründet. Äußerliche Erkennungsmerkmale: Außen liegende Schweißnähte zwischen Kotflügeln und Karosserie sowie außen liegende Türscharniere. Die Innenausstattung reduzierte sich auf das Notwendigste. Zum Öffnen der Tür diente ein einfacher Seilzug. Statt eines Armaturenbrettes befand sich unter der Frontscheibe eine breite Ablage. Das „Fahrgeschehen” wurde durch ein schlichtes Mitteltachometer „dokumentiert”. Das Ur-Mini Modell von 1959 hatte einen 848 cm³ - Motor mit einer Leistung von 34 PS und vorn und hinten Trommelbremsen. Das Leergewicht des Autos betrug seinerzeit ca. 600 Kilogramm, die durch eine Kombination aus straffen (kleinen) Dämpfern sowie Gummielementen gefedert wurden.
Und hinter all dem steckte ein genialer Kopf - Alec Issigonis - und ein leistungsstarkes Team - Das BMC-Team von Alec Issigonis , wodurch dieses Auto möglich wurde.

MINI Van

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Im Januar 1960 (also schon fünf Monate nach der Vorstellung der Mini-Limousine) erschien der Mini Van mit verlängertem Radstand und geschlossenen Seitenteilen - konzipiert als Zweisitzer. Ein praktisches Nutzfahrzeug, das in vielen „Dienstleistungsbereichen” eingesetzt wurde. Dementsprechend wurde dieser Typ mit einer einfachen Grundausstattung versehen, wie z. B. dem farblich integrierten Frontgrill. Im Innenraum fehlte ein Teppich ebenso wie eine wirksame Geräuschdämmung. Ende 1982 wurde die Mini Van - Produktion eingestellt.

Austin Countryman und Morris MINI Traveller

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Nachdem der Van ein großer Erfolg war, stellte BMC im September 1960 zwei identische Kombiversionen vor, die sowohl einer professionellen Nutzung dienten, gleichwohl aber auch für Familien geignet sein sollten. Diese Modelle Mini Countryman und Traveller unterschieden sich nur in wenigen Details. Ausgestattet waren sie u. a. mit einer umklappbaren Rücksitzbank und hinteren (schiebbaren) Seitenscheiben. Zunächst wurden diese Modelle mit einer Holztäfelung (Woody genannt) ausgeliefert. 1962 erschien dann eine (Metall)-Ausführung ohne „Holzapplikationen”, die entsprechend preisgünstiger angeboten wurde. Zunächst waren diese Kombivarianten mit dem 848 cm³ Motor ausgerüstet. Mit der Einführung der Mk II Modellreihe erhielten die Autos den stärkeren 998 cm³ Motor. Im September 1969 wurde die Produktion der Kombimodelle eingestellt. Als Nachfolge-Modell wurde der Mini Clubman Estate auf den Markt gebracht.

MINI Pick-up

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Bei diesem im Januar 1961 vorgestellten „Typ” handelte es sich um eine Ausführung mit „kurzer” Front für Fahrer und Beifahrer und einer offenen Ladefläche. Der Mini Pick-up war ein „Kleintransporter”, der sich im unteren „Preissegment” ansiedelte und dadurch für viele Gewerbetreibende interessant bzw. erschwinglich wurde.

Riley Elf und Wolseley Hornet

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Diese edlen und konservativen Ausführungen wurden von 1961-1969 gebaut und waren für „gehobene Ansprüche” gedacht. Äußerlich zu erkennen waren Riley Elf und Wolseley Hornet durch folgende Merkmale: Traditionsgrill (zur Erinnerung der einstigen Nobel-Marken „Riley” und „Wolseley”), Stufenheck (mit relativ großzügigem Kofferraum) und aufwendiger Zweifarbenlackierung. Eine edle Lederausstattung und Holzarmaturenbrett (Riley) bzw. holzunterlegtes „Tacho-Ei” (Wolseley) sowie Kurbel- statt Schiebefenster gaben ihnen eine besondere Note.

MINI Cooper und Cooper S

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Der ab September 1961 entstandene Mini-Cooper war die „sportliche Variante” des Minis und verzeichnete zahlreiche Renn- und Rallye-Erfolge: Vor allem die Siege bei der Rallye Monte Carlo entfachten den bis heute bestehenden Mythos des „kleinen Briten”. Der Mini Cooper wurde gar das Markenzeichen für die High Society der „Swinging Sixties”!

MINI Moke

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Dieser „kämpferische” Verwandte war für Militärzwecke entwickelt worden, bewährte sich aber nicht. Um so mehr gewann er als „Freizeit- und Funmobil” große Popularität. Der Mini Moke (Eselchen) wurde in England von 1964 bis 1968 gefertigt. Nach seiner Produktionseinstellung baute man ihn jedoch in anderen Ländern (vor allem in Australien und Portugal) in Lizenz weiter. Während die „militärische Version” auch zwei Motoren hatte, begnügte sich die „Zivilistenausführung” mit nur einem Motor.

MINI Clubman

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Ende 1969 wurde dieses „geliftete” Modell mit einer verlängerten und eckigen Frontpartie eingeführt. Der Mini Clubman wurde auch in einer „sportlichen” Version als 1275 GT und in einer Kombiversion als Clubman-Estate angeboten.

MINI 1100 Special

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Zum 20. Geburtstag des Mini im Jahr 1979 erschien das Sondermodell 1100 Special mit dem 1098 cm³ Motor vom Mini Clubman. Ausstattungsmerkmale dieser „Edition” waren u. a.: Vinyl-Dach, Kotflügeverbreiterungen des Innocentis und Instrumente des 1275 GT. Als Basis diente der schon seit 1976 in Belgien (in der Stadt Seneffe) serienmäßig gebaute Mini Special.

MINI Cabrio

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Von 1993 bis 1996 gab es von Austin-Rover ein Werks-Cabriolet. Diesem „Luftikus” wurden für die notwendige „Steifigkeit” eine Reihe von Verstärkungen eingebaut. Motorisiert war das umfangreich ausgestattete Cabrio (Sportsitze etc,) mit dem 1275cm³ SPI-Motor. Wegen seines hohen Preises fand das Werks-Cabrio aber nur wenige „Abnehmer”.
Davor und danach gab es aber auch weitere Mini Cabrio-Umbauten (z. B. Lamm, Leiningen&Hammel).

MINI Innocenti und Innocenti Cooper

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Innocenti war ein italienisches Autowerk, das den Mini bzw. Mini Cooper von 1965 bis 1975 im Lizensbau herstellte. Von 1972 bis 1975 gehörte das Unternehmen direkt zu British Leyland. Innocenti-Minis waren besonders attraktiv und luxuriös ausgestattet. So hatte der „Inno”-Cooper ein besonders reich bestücktes Armaturenbrett. Äußerlich zu erkennen war dieser „italienische Verwandte” vor allem an dem Dreiecksfenster in den Türen. Die Kombi-Version wurde als Mini t (Traveller) bezeichnet.

Authi MINI

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Authi war die Abkürzung für Automoviles de Turismo Hispano Ingleses. Authi Minis waren Lizensbauten aus Spanien, die sich gegenüber den britischen Minis, aber auch den italienischen „Innocentis” durch ein eigenes „Motorarrangement” auszeichneten. Authi Minis wurden von 1968 bis 1975, der Authi Mini-Cooper von 1973 bis 1975 gebaut.

MINI IMA

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Beim Mini IMA - Industria de Montagem Automoveis - handelt es sich um ein Kombi-Modell, das in Portugal gebaut wurde und sich i. d. R. durch eine einteilige Hecktüre mit oberen Anschlägen vom „englischen” Mini Countryman und Traveller mit seinen zwei Hecktüren unterscheidet.

MINI-Mascot

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In Dänemark wurden Minis bis 1981 unter dem Namen „Mascot” verkauft , da die „Rechte” am Namen Mini bereits vergeben waren. Denn der Automobilhersteller Bond Car Ltd.. - der den Namen Mini verwendete - war seit 1949 mit seinem Erfolgsmodell Bond Minicar in Dänemark auf dem Markt.

MINI CORD

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MINICORD, der Mini in Venezuela - ist eine „spätere” Lizenzproduktion - die auch in andere Länder Amerikas exportiert wurde. Gebaut wurde er von 1991 bis 1995 von der Firma FACORCA (Fabrica de Motores dort Carrocerias). Die Produktion des qualitativ hochwertigen Fahrzeugs wurde 1995 mangels Nachfrage eingestellt.

Wolseley 1000

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Der Mini in Süd Afrika wurde von BMC auch als Wolseley 1000 in kleiner Stückzahl produziert. Eine Mischung aus der „noblen” Front des Wolsely Hornet und des „Standard”-Minis. Gebaut wurde diese „Misch-Variante” von 1967 bis 1969. Ende 1969 wurde der Wolseley 1000 durch den so genannten „Mini Mk III” ersetzt. Und bei diesem Modell ging es genau andersherum: Es hatte die „Standard” Mini-Front und den aufgesetzten Kofferraum des Hornet.

MINI-K

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Der Mini in Australien war mit dem 1100er A-Serien Motor (1098 cm³) ausgestattet. Es war der erste Mini, der mit diesem Motor auf den Markt kam. Die Verkaufsbezeichnung war Mini-K 1100. Dabei stand das „K” - ganz landestypisch - für „Känguru”! Was wohl assoziieren sollte, dass die „Big 1100 Engine” die „mühelose, unbegrenzte und nie müdewerdende Ausdauer” eines Kängurus hatte. Gebaut wurde das blecherne „Beuteltier” von 1968 - 1972.

E.R.A. MINI

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Dieser pausbackige „GTI-Jäger” war Dank eines Metro-Turbomotors der schnellste Serien-Mini, der je gebaut wurde. Produziert wurde der E.R.A. Mini Turbo ( E.R.A.=English Racing Automobiles) in den Jahren 1988 - 1991.

MINI Marcos

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Zahlreiche Kit-Car Konstrukteure „bedienten” sich des Minis, um jeweils eigenständige Ideen zu realisieren. Ein Kit-Car ermöglichte es ihnen, die maximale Individualisierung eines Fahrzeugs zu erreichen. Begünstigt wurde die „Kit-Car-Kultur” in Großbritannien durch eine spezielle Steuergesetzgebung, die „Eigenbauten” steuerlich günstiger stellte als fertig gekaufte Fahrzeuge. Und für eine solche „Modifikation” erschien darüber hinaus die Konstruktion der vorderen und hinteren Hilfsrahmen des Minis als „fast ideal”. Eine der interessantesten „Ideen” war der Mini Marcos.


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Letzte Änderung am 5.9.2011, 17:01 von Dietmar
Autoren: Dietmar, Pouraga
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