Ruhrpott Mini IG Dezember 2019
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Die Interessengemeinschaft im Ruhrgebiet für den Mini bis Baujahr 2000

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Schottland 2005! Ein Erlebnisbericht

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Tag 1: Recklinghausen - IJmuiden


ThumbNachdem wir erfolgreich das Gerücht widerlegt haben, der Mini sei keine komfortable Reiselimousine, überquerten wir auch schon die holländische Grenze und erreichten den Hafen von IJmuiden. Der Kahn flößte einem schon Respekt ein, aber er hatte auch seine Tücken, jedenfalls für uns 10-Zoll-Fahrer: Eklige Schleifgeräusche beim Befahren der Rampen.
Tipp: Bevor man in den Urlaub fährt sollte man doch das Hilo-Fahrwerk hochschrauben.
Und gleich noch ein Tipp: Wer noch ein Hot Dog auf der bordeigenen KIOSK-BAR-KOMBI ergattern will,
sollte sich direkt vom Parkdeck dorthin begeben. Ansonsten muss man sich mit Heineken im Plastikbecher
trösten.

ThumbNach einem reichhaltigen All-You-Can-Eat-Breakfast, taucht am Horizont bereits das Ziel dieser lustigen Böötchenfahrt auf. Newcastle.

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Tag 2: Newcastle - Edinburgh

Linksfahren, jede Menge Kreisverkehre (mit Hupkonzert, extra für uns) und das alles in der Grossstadt Newcastle. Nachdem wir das bewältigt hatten - einer am Steuer, der andere
mit der Strassenkarte in der Hand - machten wir uns auf nach Norden. Thumb
Als wir den "Grenzstein" passiert hatten, fuhren wir zunächst nach Jedburgh, um uns in der Touristeninformation eine Campingkarte zu besorgen und dann weiter Richtung Edinburgh. Auf dem Weg lag Roslyn Chapel, eine mittelalterliche Kirche mit wunderschönen Steinmetzarbeiten, vielen Mythen und einer blutrünstigen Legende.
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Danach ging´s nach Mortonhall, einem Campingplatz am Stadtrand von Edinburgh.
Unseren ersten schottischen Abend verbrachten wir im Pub bei einem leckeren Pint auf der Wiese, knapp neben einem holländischen Kollegen.

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Tag 3: Edinburgh

Mit dem Bus fuhren wir in die Stadt bis zur Waverly Station, dem Hauptbahnhof.
Wohin also als erstes ? Zum Castle ! Also rauf auf den Berg !
ThumbRein wollten wir sowieso nicht, aber was war denn hier los? Kilometerlange Schlangen vor dem Eingang und fotografieren unmöglich. Dann entschlossen wir uns die Royal Mile hinunter zu gehen, wobei jedes, aber auch wirklich jedes Geschäft inspiziert werden musste: Kilt shops, Celtic shops, Christmas(!) shops, Lack-und-Leder shops, ...
ThumbAm Ende der Royal Mile ist das schottische Parlament mit etwas gewöhnungsbedürftiger Architektur, dafür aber auch mit vielen Zitaten bekannter schottischer Persönlichkeiten "gepflastert".
Stilecht kehrten wir bei McDonald´s ein und schlenderten noch etwas über die Princes Street, der Haupteinkaufsstrasse Edinburghs, bevor wir todmüde den Bus zum Zeltplatz zurück genommen haben.
Weil wir nicht nur müde, sondern auch durstig waren, haben wir diesen Abend wieder im Pub verbracht

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Tag 4: Edinburgh - Glenrothes

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir Richtung Stirling. Wir hielten jedoch
zunächst in Bannockburn, Austragungsort der Schlacht, in der Robert the Bruce 1314 die
Unabhängigkeit von England erkämpfte und so zu Schottlands Held wurde.

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Danach ging´s direkt zu Stirling Castle, was ausgiebigst besichtigt wurde. Leider fanden gerade neue Ausgrabungen und Restaurierungsarbeiten statt, so dass wir nicht alles sehen
konnten. Aber trotzdem war es sehr interessant, beeindruckend und informativ.

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Im Eintrittspreis inbegriffen war die Besichtigung von Argylles Lodging, einem Stadthaus,
in dem das Leben um 1680 dargestellt wird.

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Vorbei am Wallace Monument, erbaut für William Wallace - enthusiastisch, aber historisch
ziemlich inkorrekt dargestellt von Mel Gibson in "Braveheart", in Richtung St. Andrews.
Der Campingplatz, dem wir uns für diese Nacht ausgesucht hatten, war in Glenrothes. Der Weg dorthin entpuppte sich als echter Horror für vollbeladene Minis mit 10": ein "hump"
( diese Huppel auf der Strasse ) nach dem anderen.

Endlich in Glenrothes angekommen wurde die Suche nach dem Campingplatz eine wahre Odysse.
Als wir dann irgendwann, völlig entnervt, einen netten Menschen an der Tankstelle nach
dem Weg fragten, fuhr er mit dem Auto vor und eskortierte uns direkt dorthin.

Es folgte der nächste Schreck: der Campingplatz war voll ! Dabei waren wir doch müde,
hungrig und einkaufen mussten wir auch noch. Doch die Leute hatten ein Herz und gaben uns
einfach einen Wohnwagenplatz. Sehr nett !!!

Dann begegnete uns dort noch ein sehr kommunikationsbedürftiger Oxfordprofessor, der mit
dem Fahrrad in Schottland unterwegs war und uns seine halbe Lebensgeschichte erzählt hat.
So verzögerte sich das Einkaufen.
Als es dann endlich losging, waren wir kaum einen Kilometer gefahren und eben einem Schlagloch ausgewichen, als wir schon in den nächsten Krater hineinfuhren.
Ab da ging nichts mehr.
Jeder Startversuch und jegliches Kabelgerüttel sinnlos. Da erinnerte sich Uwe an den mysteriösen "Notfallschalter" im Motorraum.
Einmal gedrückt, sprang der Mini sofort wieder an und fuhr uns zum Superstore, wo wir uns auf den Schreck erstmal Bier eingekauft haben.

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Tag 5: Glenrothes - St. Cyrus

Nach dem gestrigen Schock mit dem Motoraussetzer, weckte uns der Tag mit aufmunternden Sonnenstrahlen. Unser Oxfordprofessor war schon nach St.Andrews aufgebrochen, weil dort ein großes Golfturnier stattfinden sollte. St. Andrews sollte eigentlich ein weiteres Ziel unser Entdeckungsreise werden, aber da der Ort wegen des Golfturniers aus allen Nähten platzen sollte, entschieden wir uns kurzfristig für eine andere Route.

Thumb Das nächste Ziel hieß dann Scone. Der Ort dürfte dem einen oder anderen auch von den Schottischen Mini-Treffen bekannt sein, die dort auf der Rennbahn regelmäßig stattfinden.
Aber unser Interesse galt dem Krönungspalast, wo viele der schottischen Könige und Königinnen gekrönt wurden.

ThumbDer Palast ist immer noch bewohnt, von Earl of Dingsbumirgendwas. Wir kannten ihn nicht, er uns auch nicht, aber das hinderte uns nicht, mal ein bißchen durch seine 38-Raum-KDB-Wohnung mit Balkon, Garten und 200 PKW-Stellplätzen zu schlendern. Unser Fazit: Zu viele Fenster zum Putzen, einmal saugen kostet mindesten 10 Staubsaugerbeutel und für den Weg von der Küche ins Wohnzimmer sollte man immer einen Snack oder ein Handy dabeihaben, falls man verloren geht, oder die Strecke nicht an einem Tag schafft.

Aber nicht der Palast, sondern auch der wunderschöne Garten bietet dem Besucher aus dem Ruhrpott so einiges. Hier liegt ein Krönungsstein herum, dort gibt es einen Irrgarten, lustige Pfaue in allen Farben und selbst Falken gehen hier im Tiefflug auf Touristenjagd.
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Doch genug von so viel Pompösitäten. Jetzt brauchten wir was bodenständiges. Und wie es der Zufall so wollte, befand sich in der Nähe unseres Campingplatzes im Küstenort St.Cyrus genau das, was sich doch jeder Urlauber irgendwie wünscht.

ThumbEinen schönen Strandspaziergang in den frühen Abendstunden. Ganz mutige gehen sogar freiwillig mit nackten Füßen ins Meer. Andere weniger mutige werden dann gezwungen mit nackten Füßen durchs Meer zu stapfen, wenn plötzlich und unerwartet die Flut kommt. Na, ja war nicht soooo kalt.

Nach diesem wunderschönen Tag, stellte sich uns nur eine Frage: "Warum müssen Schotten solange vor ihrem Zelt lesen?"

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Tag 6: St.Cyrus - Boat of Garten

ThumbThumbVon St. Cyrus fuhren wir nach Stonehaven, um dort Dunnottar Castle zu besichtigen. Die Burgruine steht auf einem Felsen vor der Küste und so mussten wir zunächst unzählige Treppen die Klippen hinunter und, unten angekommen, den Felsen wieder hochlaufen. Doch diese Anstrengung hat sich wirklich gelohnt: Die Aussicht vom Felsen hinaus aufs Meer und runter zu den Klippen war wirklich beeindruckend.

ThumbThumb Nach Dunnottar hatten wir uns für diesen Tag noch ein weiteres Castle vorgenommen: Balmoral, das Ferienhäuschen der Windsors in Schottland.
Wir kamen fünf Minuten vor Toresschluss an. Da aber sowieso nur zwei Zimmer für die Öffentlichkeit freigegeben sind, mussten wir da auch nicht unbedingt rein.
Aber die drei "Balmoral Edition"- Aufkleber und reichlich Schottlandflaggen legitimierten uns offensichtlich direkt vor´m Tor zu parken. Die Ticketverkäuferin schaute jedenfalls wohlwollend zu, als wir Fotos machten.
Dann ging´s weiter durch die Grampian Highlands nach Boat of Garten, wo wir uns einen Campingplatz ausgesucht hatten.
ThumbThumbDas Gespräch mit der Campingplatzbetreiberin verlief etwas ... schwierig. Welche Sprache war das denn? Hörte sich jedenfalls an wie ein ganz schlimmer Sprachfehler.
Naja, wir wussten ja ungefähr, was jeder von dem anderen wollte und so buchten wir einen Platz für eine Nacht.
Der Campingplatz war allerdings nicht so toll: der Boden voller Steine, neben uns eine Familie mit supernervigen Töchtern und die Waschräume so gerade noch akzeptabel.

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Tag 7: Boat of Garten - John O´Groats

Die Duschen waren wohl nur Attrappe? Der "Strahl" bestand aus einem dünnen Rinnsal, das sofort nach Verlassen des Duschkopfes lustlos an der Wand heruntertröpfelte. So musste das Duschen ausfallen. Also Sachen packen und bloss weg von hier !
ThumbDa wir einmal ganz in den Norden wollten, sollte es also jetzt nach John O´Groats gehen. Wir fuhren durch Inverness und Dingwall immer weiter Richtung Norden. Kurz vor Dornoch sprang dann mal wieder der "Notfallschalter" raus. Der schottische Straßenbau ließ die Fahrt jedenfalls nicht langweilig werden.
Nach einem kurzen Lunch gings weiter durch die Highlands nach Wick, wo wir diesmal die Nacht verbringen wollten. Dort war aber weit und breit nichts von einem Campingplatz zu sehen und als wir nachfragten, sagte man uns, dass er geschlossen worden sei. Dann also noch ein paar Meilen weiter!!!
Es war zwar nicht auf unserer Karte verzeichnet, aber in John O´Groats, der nördlichsten "Stadt" des britischen Festlands, musste es doch einen Campingplatz oder ein B&B geben!
In John O´Groats angekommen, fing es an zu nieseln, aber den Campingplatz haben wir sofort gefunden. Direkt an der Küste mit freiem Blick auf die Orkney Inseln. Das Zelt wurde aufgebaut, alle Touristenshops durchwandert und Postkarten gekauft.
ThumbZurück auf dem Campingplatz wurde, wegen des andauernden Regens, im Zelt gekocht. Danach mit Blick aufs Meer die Postkarten geschrieben.
Die Nacht war ziemlich kalt und ein Gewitter gabs auch noch, aber damit muss man im hohen Norden wohl mal rechnen ?!

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Tag 8: John O´Groats - Ullapool

ThumbThumbIrgendwann musste das ja passieren. Viel hat man davon gehört, schon viele Berichte darüber im Fernsehen gesehen und die Leute erzählen im Pub darüber: Der Regen. Diesen morgen hat er uns übel erwischt. Das Duschen hätte man sich sparen können und fließend Wasser beim Frühstück wünscht man sich auch nicht unbedingt im Urlaub, aber es hätte ja auch schneien können.
Doch pünktlich zum alltäglichen Zeltabbau ließ der Regen nach und die Sonne gewann langsam wieder die Oberhand gegen die dunklen Wolken. Und was sollte das für ein schöner Tag werden. Nach einem kurzem Zwischenstop am Leuchtturm von Dunnet Head folgten wir der Touristenroute entlang der Küste nach Ullapool.

ThumbRund 180 km reinster Autofahrerspaß. Der Wahnsinn. Vergiß die Route 66. Die Eindrücke, die wir erlebt haben, könnte höchstens ein Film wiedergeben.
Auf der einen Seite die Küste, teilweise noch wolkenverhangen, auf der anderen Seite der Straße die Highlands. Ein Großteil der Strecke besteht aus einer Singletrackroad, die schlängelnd durch die Highlands führt. Links, rechts, bergauf, bergab, bremsen cattlegrid, beschleunigen und wieder bremsen, passing point, sich die Schmach geben und von einem Linienbus abgehängt zu werden. Wahnsinn. Wer einmal so hoch im Norden ist, sollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen und selbst eigene Eindrücke sammeln.
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Nachmittags erreichten wir dann Ullapool an der Westküste von Schottland. Nach der letzten verregneten Nacht, gönnten wir uns eine Nacht im Bed&Breakfast.
Der Abend brachte lecker Fish&Chips und Live-Musik von The Midden und ein frisch gezapftes Guinness, mit Glückskleeblatt inklusive. Ist Urlaub nicht schön.

P.S. Trotz vielfacher Selbstmordversuche der einheimischen Schafe, haben wir nicht dazubeigetragen die Population zu verringern. Und an alle Volvofahrer da draußen: Wir brauchen nicht durch den Gegenverkehr zu fahren, um schnell durch eine Kurve zu brettern!!!

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Tag 9: Ullapool - Balmacara

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Oder wie wir es nannten Nessie meets Midges. Nach dem englischen Frühstück bei Mrs. K. in Ullapool, machten wir uns auf kleinen Füßen auf, zum Meet-And-Greet mit Nessie. Aber wie das mit großen Stars so ist. Niemals pünktlich, massig Groupies und am Ende hat man dann doch nichts gesehen.

ThumbAber uns blieb ja noch Loch Ness, aber an diesem sonnigen Tag wirkte er auf mich ganz anders, als wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Dennoch sehr beeindruckend und wunderschön zum mit-dem-mini-dranentlangfahren. Und wer kann schon sein Mittagssandwich am Loch Ness einnehmen? Ja, okay, der ein oder andere Schotte schon.
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Doch nach jedem schönen Tag kommt der obligatorische Abend mit Zeltaufbau. Wir hatten uns einen kleinen gemütlichen Zeltplatz ausgesucht und nach einem kurzen Plausch und Knuddeleinlage mit dem Hund vom Zeltplatzbetreiber, wollten wir eben schnell das Zelt aufstellen. Doch das war leichter gesagt als getan. Ich schwöre bis heute, das höchstens eine zweizentimeter dicke Grasschicht auf diese Kiesgrube aufgeschüttet wurde, um den Eindruck einer Wiese darzustellen. Mit den meisten Heringen kann mann jetzt auf jeden Fall um die Ecke zelten.
Aber der erste Kontakt mit den einheimischen Midges war tausendmal schlimmer wie eine undurchdringliche Gesteinsschicht. Diese kleinen, nervigen, Mistviecher von Mücken kosten echt Nerven. Diese berühmt, berüchtigte Bande von Blutsaugern wird man einfach nicht mehr los. Sie schwirren einem durch die Haare, über die Stirn, hinter die Brille und an den Ohren. Man spürt die Stiche nicht, aber das ewige Herumgeschwirre macht einen wahnsinnig.
Zum Glück kam der Regen und die Midges gingen.

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Tag 10: Balmacara - Invergarry

ThumbThumbEin paar Meilen von unserem Campingplatz entfernt lag Kyle of Lochalsh, von wo aus eine Brücke zur Isle of Skye führt.
Das Wetter und die Strassen von Skye waren eher mässig, aber ein bisschen von der Insel wollten wir schon sehen. Zunächst fuhren wir bis Portree, der "Hauptstadt" und bummelten etwas durch die kleinen Läden und fuhren dann weiter.
ThumbThumbAn einem Aussichtspunkt hielten wir an, wanderten etwas durch die Landschaft, machten Fotos und gingen dann zum Auto zurück. Als wir gerade im Auto sassen, gab es einen Knall von links. Der Typ von nebenan hielt es nicht für nötig bei Windstärke 12 die Tür beim Einsteigen festzuhalten. Das Resultat: Eine Beule im Dreiecksblech. Da er aber aus Hannover kam, war es mit der Verständigung nicht so schwierig. Glück im Unglück!
Danach fuhren wir noch zu den Kilt Rocks. Warum die so heißen, kann man auf dem Foto eigentlich recht gut erkennen.

Nun wollten wir aber lieber wieder zurück auf´s Festland nach Invergarry. Unser Campingplatz war auf einer Farm. Idyllisch gelegen zwischen Bergen und Wäldern, zelteten wir zwischen Ponies, Schafen und sonstigem Getier. Der Knüller war allerdings, das es für das Toiletten-/Duschhaus einen Zutrittscode gab. So konnte zumindest kein Schaf die Dusche blockieren.

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Tag 11: Invergarry - Fort William

Nach dem gestrigen grauen Tag, genossen wir unser Frühstück heute wieder bei schönstem Sonnenschein. Aahh tat das gut. Und so dehnte sich das Frühstück doch etwas länger aus als geplant.
Beim Zeltabbau dann ein kleiner Dämpfer. Die etwas ungünstige Hanglage hatte eine Schlaufe vom Zelt nicht überstanden. Wir werden sie in Ehren halten. Doch genug mit den Sentimentalitäten, auf zu Harry Potter und dem Orden der verfressenen Möwen!!

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Der A830 folgten wir Richtung Westen. Auf halber Strecke lag das berühmte Glenfinnan Monument.



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Wir bahnten uns den Weg durch die vielen Ausflugsbusse der Mittsechziger, ignorierten völlig spontan den Parkscheinautomat, überquerten mutig die Hauptstraße und genossen den schönen Blick auf Loch Shiel. Als auch die Mittsechziger die Straße überquert hatten und uns langsam umringten, zogen wir uns lieber wieder zurück.
Kaum wieder am Parkplatz angekommen fuhr der Hogwarts Express über das berühmte Glennfinnan-Viadukt aus den Harry-Potter-Filmen an uns vorbei.
ThumbDoch bevor jemand auf die Idee kommen konnte unseren Mini in einen grünen Frosch zu verhexen, flogen wir auf unseren Besen....fuhren wir davon. Der letzte Teil der Strecke, bestand wieder mal aus einer Singletrackroad, die sehr zu empfehlen ist (wenig Schafe, viele Kurven und eine Telefonzelle)
Und so erreichten wir das kleine Küstenstädtchen Mallaig. Und was tut man in so einem Moment? Richtig, man bummelt durch den Ort und gönnt sich ´ne Portion Fish&Chips. Nur mit dem Essen muss man sich ein wenig beeilen, da die einheimischen Möwen auf Touris abgerichtet sind.
Aber wir wurden alle satt. Danach ging es dann an die Cocktailbar am Strand - nee, keine Cocktailbar, dafür aber einen schönen Sandstrand mit karibischen Flair.
ThumbDoch nun wieder die Strohhüte abgesetzt und die Campingkarte gezückt. Wir entschieden, unser Zelt am Fuße des Ben Nevis, dem höchsten Berg Großbritanniens, aufzuschlagen. Und fast, aber auch nur fast hätten wir das seltene Glück gehabt, den schneebedeckten Gipfel des über 1300 Meter hohen Berges einmal ohne Wolken zu sehen.

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Tag 12: Fort William - Loch Lomond

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Endspurt. Auf dem heutigem Programm stand der Besuch von Glen Coe und der Küstenstadt Oban. Also kehrten wir dem alten Ben Nevis die Rücklichter zu und brausten los die historischen Stätten von Glen Coe einen standesgemäßen Besuch abzustatten. Beim Anblick diesen wunderschönen Ortes kann man sich nur schwer die Greultaten vorstellen, die dieses Tal zu trauriger Berühmtheit verholfen hat. In dem kleinen Museum vor Ort, in originalen Cottages aus der damaligen Zeit, holten wir unsere Kulturportion ab, bevor wir nach Oban weiterfuhren.

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Von Glen Coe nach Oban führt eine Hauptstraße aber auch eine kleine Nebenstraße. Dieser Singletrackroad folgten wir, entlang eines kleines Flüsschens, bis wir wieder über den Rest der Hauptstraße nach Oban gelangten.

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Zeit mal wieder etwas Geld zu wechseln und nach kleinen Geschenken für die Daheimgebliebenen Ausschau zu halten.

ThumbThumbÜbernachten wollten wir am Loch Lomond, allerdings war der erste Campingplatz eine Fehlanzeige. Total ausgebucht. Auf Tage im Voraus. Dabei war der Campingwiese noch soviel Platz, da hätte die ganze Ruhrpott-Mini-IG samt Pavillion übernachten können. Aber gut, uns doch egal wem wir das Geld fürs campen geben. Jetzt hieß es ein bißchen auf die Tube drücken, da es schon recht spät am Abend war. So fanden wir jemand anderen, der uns gern das Geld abnahm. Nicht der beste Campingplatz, dafür aber mit einer Superaussicht auf das Loch Lomond. Aber überzeugt euch selbst.

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Tag 13: Loch Lomond - Scone

Diesen Morgen tricksten wir die ekeligen Humps aus, die noch gestern abend die innige Nähe zum Auspufftopf suchten. Mit einer Fahrt ins Grünen, will heißen volles Rohr über den Rasen!! Und weg, bevor sich jemand beschweren kann. Geschafft.

ThumbEin Blick in unseren Terminkalender zeigte uns als erstes einen Fototermin mit Hamish. Wie???? ihr kennt Hamish nicht. Guckst du hier:

Nächster Halt heute, Talk mit Rob Roy in seinem Museum. Mit vielen überraschenden Special FX wurde hier das Leben zu Zeit von Robert Roy McGregor gelungen in Szene gesetzt.
Außerdem hatte man die Möglichkeit die Kleidung und die Möbel aus der damaligen Zeit zu testen, und sich wie ein Schotte im Mittelalter zu fühlen. Von solchen Museen wünscht man sich mehr.

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Tag 14: Scone - Lilliesleaf

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Am Vormittag ging es mit einem weiteren Fotoshooting in Dunfermlin weiter. Die Modelle, Abtei und der Palast, haben alles gegeben und sich in Ihren besten Posen gezeigt. Es ist schön mit solchen Profis zusammenzuarbeiten.
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Schnell den Fotoapparat wieder eingepackt und zurück auf die Straße. Unser heutiges Ziel, Jedburgh, wollten wir noch nicht ansteuern. Spontan fuhren wir noch nach Culross, einem wirklich knuddeligen Dorf, und dann über die große Forth Road Bride über den Firth of Forth. (wer das zehnmal, schnell hintereinander aussprechen kann und danach der Bildschirm noch trocken ist...Respekt, war schon schwer genug zu schreiben)
Ankunft in Jedburgh. Aber hier war der lokale Campingplatz fest in der Hand von Citroen-Fans, die sich zum Welt-Citroen-Treffen in Kinross sammelten. Aber auf einer nahegelegen Farm konnten wir unsere letzte Nacht in Schottland verbringen. Nur der Klorollenpreis von 40p war etwas übertrieben.

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Tag 15: Lilliesleaf - Newcastle

ThumbThumb Ein wenig traurig waren wir schon an diesem morgen. Zum letzten mal Kaffeekochen, Zeltabbauen und Minibepacken.
Unseren Schottlandtrip beschlossen wir mit der Besichtigung der Abtei von Jedburgh. Auch wenn sie nur noch eine Ruine ist, kann man immer noch das Ausmaß dieser Abtei zu ihren besten Zeiten erkennen, und man ist wie immer bei solch beeindruckenden Gebäuden erstaunt, wie die Menschen es damals geschafft haben, so etwas zu erschaffen.

Am Nachmittag trafen wir dann rechtzeitig zum einschiffen in Newcastle ein. Glücklicherweise hatte das Bordpersonal nach dem ersten Schleifkonzert an der Rampe ein Einsehen mit uns. Wir durften im EG parken. Danke liebe DFDS-Crew und Good Bye

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Tag 16: IJmuiden - Recklinghausen

Diesmal war die Überfahrt etwas rauer, aber alle haben die Schaukelei gut überstanden. Das englische Frühstück genossen wir in vollen Zügen, bevor wir uns auf die Suche nach unserem Mini auf dem Parkdeck machten. Verdammt, den falschen Ausgang erwischt. Ei, ei, ei, wo isser denn??? Ganz eingeklemmt zwischen den vielen, vielen, großen LKW´s fanden wir ihn aber doch wieder.

Und nee, wie hatten wir dat vermisst. Endlich wieder Idioten, die einem auf der Autobahn in den Kofferraum kriechen. Schönen Gruß an diverse schwarze BMW´s aus dem Bereich Kleve.
Ich wünsche euch einen Honda16V-Mini an den Hals, der euch von der linken Spur vertreibt und ihr dann weinend auf dem nächsten Rastplatz steht.


This is the end

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Tanja und der Coopernaut

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Letzte Änderung am 27.4.2008, 23:20 von Pouraga
Autoren: Coopernaut, Tanja, Pouraga
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TSa 14.12.19 12:32