Ruhrpott Mini IG November 2018
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Die Interessengemeinschaft im Ruhrgebiet für den Mini bis Baujahr 2000

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Mini Allrad ”Mini Quattro”

Clubman Four-Wheel-Drive

Anfang der 1980er Jahre machte Audi mit dem legendären Quattro in der Rallye Szene auf sich aufmerksam. Aber schon 1971 sorgte sozusagen ein „Mini Quattro” für großes Aufsehen, denn auf der Rallyecross-Strecke Lydden Circuit war erstmals ein Four-Wheel-Drive (4WD) Mini Clubman am Start.
Das „ausgehende” British Leyland (bzw. BMC) Competitions Department baute diesen Mini mit Einzelmotor und Vierradantrieb auf der Grundlage eines chilenischen „4WD” Armee Moke. Den Anstoß dafür gab der damalige „Leyland-Chef” Donald Stokes mit der Frage: „Warum nur all diese Fords auf der Rallyecross-Strecke Cadwell Park (Lincolnshire) gewinnen”?

Four by Four

Bei der „Four by Four-Konstruktion” des Mini wurde über das Getriebe-Tellerrad mit einem zusätzlichen Ritzel eine Kardanwelle nach hinten geführt. Ein (im Kofferraum verbautes) ergänzendes (Triumph 1300 4WD) Differential sorgte über seitliche Antriebswellen für den „Vortrieb” der Hinterräder. Der Clubman 4WD schöpfte seine Kraft aus einem 1300er-Motor mit Cross-Flow-Zylinderkopf und Weber-Doppelvergasern. Das Leistungsresultat bezifferte sich damit auf beachtliche 120 PS.
Bob Freeborough war der erste „Rallye-Pilot”, der in einer lokalen Kiesgrube dieses Auto ausgiebig testete, bevor es in „Lydden” durch BMC-Werksfahrer Brian Culcheth offiziell zum Einsatz kam. In der Saison 1972 avancierte David Angel mit dem „Mini Clubman Quattro” gar zum Meister seiner Klasse. Durch Änderungen im Rallyecross-Reglement „versandete” diese interessante Mini Variante leider im „Funktionärs-Dschungel”.

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PS: Bereits Anfang der 1960er Jahre entstanden zweimotorige und allradangetriebene Mini Varianten auf der Basis des zweimotorigen Mini Moke. Diese sogenannten „Twini-Mini” wurden erstmals 1962 vom Designer und Rennfahrer Paul Emery entwickelt. Aber auch John Cooper baute für den Rennsport 1963 einen Mini mit zweimotorigem Antriebskonzept. Darüber hinaus gab BMC auch Downton Engineering grünes Licht für einen „Twini” zum Start bei der Targa Florio. Alles in allem blieb der Twini-Mini aber ein nur schwer zu beherrschendes Fahrzeug mit Kühlproblemen und durch viele Tank- und „Abkühlstops” hatte das (schwere) Auto keine Vorteile gegenüber gängiger „Renn-Minis”. Mit einem für die Straße zugelassenen „Twini-Mini” mit 260 PS hatte John Cooper sogar einen tragischen Unfall. Danach wurde - wie zuvor bei BMC - auch von Cooper das „Dual-Motor-Projekt” beendet.

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Letzte Änderung am 9.3.2011, 11:12 von Dietmar
Autoren: Dietmar
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